
Max Beckmann, Paul Cézanne, Jean Siméon Chardin, Willem Claesz Heda, Paula Modersohn-Becker, Pablo Picasso, Daniel Spoerri, Vincent van Gogh oder Andy Warhol – fast jeder Künstler hat sich an ihm versucht: dem Stillleben. Eine Ausstellung im Bank Forum Austria in Wien nähert sich nun anhand von 90 exemplarischen Werken der Geschichte des Essens im Stillleben. Das Stillleben als sich wandelndes Bedeutungssystem reflektiert nicht nur philosophische und sozialhistorische Zusammenhänge über die Jahrhunderte, sondern oftmals auch die Malerei an sich. Was gibt es da nicht alles zu entdecken an Köstlichem und manchmal Degoutantem, auf den Gemälden bisweilen als Trompe l’Œil gestaltet: buttriges Waffelkonfekt, erlegte flauschige Hasen, kostspieliges Meeresgetier, saure Zitronen, aufgebrochene Brotlaibe, perfekte Pfirsiche oder doppeldeutige Granatäpfel.
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Design aus Hongkong: Dieses Set setzt sich zusammen aus Dampfgarer, Kasserolle und Deckelschale.
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Sie waren zu viert und doch gleich mehr. Seit 2003 arbeiten Jean-Sébastien Blanc, Claire Renard, Vincent Baranger und Anthony Lebossé gemeinsam unter dem Namen „5.5 Designers“. Für Aufmerksamkeit sorgen die jungen Designer, die Jahrgang 1980 und 1981 geboren wurden, mit ungewöhnlichen Zusammensetzungen. Sie reparieren kaputte Möbel, entwerfen Besteck, für das die Benutzer selbst die Griffe finden müssen, oder Leuchten, denen eine Verteilersteckdose als Fuß dient. Den Benutzer nicht als passiven Konsumenten zu begreifen, sondern in den Entwurf mit einzubeziehen, zieht sich als roter Faden durch ihre Arbeiten, die sie längst für etablierte Marken wie Baccarat, LaCie, Bernardaud, Coin Casa, Veuve Clicquot oder Hennessy entwickeln. Wir trafen Jean-Sébastien Blanc und Claire Renard in ihrem Studio in Paris und sprachen mit ihnen über Zahlen als Namen, chirurgische Eingriffe und die Abkehr vom Stil.
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Mit dem „Palazzina Grassi“ ist ein neues Hotel am Canal Grande in Venedig eröffnet worden. Entworfen wurde das Interieur des 22 Zimmer kleinen Hauses von Philippe Starck, der damit zugleich das erste Designhotel der Stadt bezog. Auch wenn er seinem eklektischen Stil weiterhin treu geblieben ist, traf er in der Lagunenstadt durchaus den richtigen Ton.
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Küchenkleinod: ein prämiertes Messer im handlichen Format von Windmühlenmesser aus Solingen.
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57 Jahre ist er inzwischen alt, der „iF product design award“, der letzte Woche auf der Computermesse „Cebit“ in Hannover verliehen wurde. Und ein wenig in die Jahre gekommen ist auch die Zeremonie, während derer die 50 Preise in Gold verliehen wurden. Dieses Jahr war dort nicht nur von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf das Design und die Absatzzahlen die Rede, sondern auch davon, wie Produkte zukünftig aussehen sollten und was Designer alles tun müssen, um diesen Anforderungen zu genügen. Weniger Form, mehr Inhalt – auf diese Formel brachte Fritz Frenkler, Juryvorsitzender und seines Zeichen Designer, die Gestaltungsmaxime der Zukunft.
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Windkraftbeschleuniger: Der flügellose Ventilator von James Dyson verströmt seine Frischluft gleichmäßig.
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Limitierte Auflage: Der Schweizer Designer Jörg Boner gestaltete die praktische Thermoskanne mit zwei Trinkbechern für Nescafé.
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Diese extravagante Küchenskulptur von Søren Rose Studio hat zwar keine Griffe, ist aber trotzdem gut zu bedienen.
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Martin Bergmann gründete zusammen mit Gernot Bohmann und Harald Gründl 1995 das Designstudio EOOS. 1963 in Lienz/Osttirol geboren, studierte er Industriedesign an der Universität für angewandte Kunst in Wien. EOOS arbeitet vorrangig im Produkt- und Möbeldesign sowie in der Designforschung. Die drei in Wien ansässigen Designer betrachten Design als poetische Disziplin, die sich im Spannungsfeld zwischen Archaik und High-Tech bewegt. Zu ihren Kunden zählen Unternehmen wie Alessi, Armani, Bulthaup, Duravit, Walter Knoll oder Zumtobel. Das Designtrio ist mit mehr als 60 internationalen Designpreisen ausgezeichnet worden. Neben dem „Compasso d’Oro“ für das von Matteograssi produzierte Sitzsystem „Kube“ (2004) erhielt EOOS vor kurzem den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland in Gold für das Küchensystem „b2“ von Bulthaup. Wir trafen Martin Bergmann auf der „Ambiente" in Frankfurt und sprachen mit ihm über die Freude am Kochen, die poetische Analyse und warum er sich als Student an einem Schaufenster die Nase platt drückte.
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Bei der „Blickfang“ muss es nicht beim Augenschmaus bleiben: Die Besucher der Stuttgarter Designmesse können die gezeigten Möbel, Kleider, Schmuckstücke und Accessoires nicht nur bewundern, sondern bei Gefallen auch gleich kaufen. Rund 200 junge Gestalter präsentieren vom 12. bis 14. März 2010 im Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle ihre aktuellen Produkte und Kollektionen. Es hat sich bewährt, dabei ganz auf kleine und unabhängige Marken zu setzen: Die „Blickfang“ ist eine Erfolgsgeschichte mit steigenden Besucherzahlen und umfangreichem Begleitprogramm. Den Auftakt zum langen Design-Wochenende macht am Vorabend der Messeeröffnung die Verleihung des Hugo Boss Fashion Award der Stuttgarter Modeschule. Gefeiert werden darf auch am 12. März: Dann laden die Messeorganisatoren zur Eröffnungsparty in die „Conditorei". Während der Messe sorgt eine Vortragsreihe für die Vertiefung der frisch gewonnen Eindrücke aus der Designwelt. Auf das Podium in der Liederhalle steigen unter anderem die Architekten Tobias Wallisser von LAVA und Peter Ippolito von Ippolito Fleitz Group. Die „Blickfang“ hat außerdem zwei Specials im Programm, die junges Möbeldesign aus Berlin und aus Wien vorstellen. Da kann ein langes Wochenende schon mal ziemlich kurz werden.
Mehr Informationen zur „Blickfang“ in Stuttgart unter www.blickfang.com

Einfach schön: Diese fragilen Milchkannen der Designerin Maike Dahl werden gefaltet und gelötet.
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Antonio Citterio
Antonio Citterio über Schönheit, Trends im Küchendesign und die Suche nach Inspiration. Weiter
Milkman/ Milchmädchen
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Rendezvous in der Wohnküche
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