
Mit gängigen Bollywood-Klischees hat dieser Bar- und Restaurant-Komplex im Zentrum der indischen Filmmetropole Mumbai wenig gemein. Kaum Gold und kein Glitzer, keine ekstatischen Farbräusche, kein überladenes Interieur. Allerdings: Eine Dosis Poesie sorgt auch bei der Gestaltung von The Tote on the Turf für ein besonderes Flair. Die alten, kolonialen Hallen wurden vom Architekturbüro Serie demontiert, restauriert und neu gedeutet. Wo früher Leerstand herrschte, strecken sich heute verästelte Stützen zur Decke des weißen Empfangsbereichs, und aufwändige Holzverleidungen in Facettenform schmücken die Wände des in dunklem Holz gehaltenen Bankett-Saals. Und auch wenn das zuerst nach der Inszenierung von Gegensätzen klingt, wird das Konzept durch ein übergeordnetes Thema zusammengefasst: Das architektonische Recycling des kolonialen Erbes steht ganz im Zeichen des hier heimischen Regenbaumes.
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Die 12. Architektur-Biennale in Venedig eröffnete am vergangenen Samstag mit einer klaren Aussage: Kuratiert von SANAA-Gründerin Kazuyo Sejima, stellt sie die Interaktion zwischen Mensch und Architektur in den Mittelpunkt und erteilt dem Formalismus der Altstars, wie er noch die vorherige Biennale bestimmte hatte, eine eindeutige Absage. Die Umsetzung des Mottos „People meet in Architecture“ verlief unterdessen vielseitig und reicht von fließenden Raumprogrammen bis hin zu einer erfrischend selbstkritischen Betrachtung der gebauten Umwelt. Aus der Reihe tanzt diesmal der deutsche Pavillon, der sich lediglich mit einem zu beschäftigen weiß: sich selbst.
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Inspiriert von der traditionellen Handwerkskunst der Glasbläser aus Murano, entwickelten Ronan und Erwan Bouroullec die gewagte Idee, einen voluminösen Glasschirm lediglich auf einem schmalem Aluminium-Stiel auszubalancieren, der in einem Marmorfuß verankert ist.
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Allein durch ihre Funktion als Kunst- und Kulturbau sind Museen oft von einer Aura des Unnahbaren umgeben. Während in der Stadt geschäftiges Treiben herrscht, wirken die Kunststätten häufig wie fremdartige Inseln der Ruhe, die man nicht ohne gebührende Ehrerbietung oder einfach mal zwischendurch betritt. Um diese unsichtbare Grenze durch Architektur aufzubrechen, wurde 2001 ein Entwurf der französischen Architekten Odile Decq und Benoit Cornette (Studio ODCB) beim Umbau einer alten Brauerei zum Museo d’Arte Contemporanea di Roma, kurz MACRO, umgesetzt, bei dem Innen und Außen zu verschmelzen scheinen. So wurden die Architekten vom Studio ODBC auch für die Museumserweiterung herangezogen, die im Herbst dieses Jahres für Besucher ihre Tore öffnet.
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Ob als Boden- oder Tisch-, als Wand- oder Deckenversion: Die Leuchtenkollektion Sabrina gibt jedem Badezimmer eine schöne, persönliche Atmosphäre.
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Die Leuchte Quadrature von Siteco war schon eine der flachsten Langfeldleuchten. Nun präsentiert sich die Familie noch reduzierter und filigraner durch die Neugestaltung des Stuttgartes Büros Phoenix Design
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Die technische Expertise des Chaos Computer Clubs ist inzwischen nicht nur beim Bundesverfassungsgericht und Datenschutzgremien gefragt, auch im kulturellen Bereich initiiert der Club künstlerische Projekte, die im Sinne der Maxime „Spaß am Gerät“ Technik unkonventionell und kreativ einsetzt. Jüngstes Beispiel ist das Projekt „All Colours Are Beautiful“, bei dem der Chaos Computer Club München e.V. ein leer stehendes, ehemaliges Kaufhaus im Münchner Stadtteil Giesing in ein Kunst- und Kulturobjekt verwandelt. Seit dem 10. August präsentiert sich die Fassade des Gebäudes nun als interaktiver „Bildschirm“, dessen „Pixel“ über das Internet gesteuert eingespeist werden.
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Gae Aulenti ist die Grande Dame der italienischen Architektur. Geboren 1927 im norditalienischen Palazzolo dello Stella, studiert sie am Mailänder Politechnico Architektur. Nach ihrem Abschluss 1954 gründet sie ihr eigenes Designbüro in Mailand und schreibt in den Jahren 1955 bis 1965 parallel als Redakteurin für die Architekturzeitschrift Casa Bella. Durch eine Zusammenarbeit mit dem Regisseur Luca Ronconi folgen zahlreiche Aufträge für Bühnenbilder, durch die sie zugleich mehr und mehr zur Architektur zurückfindet. Der Durchbruch gelingt ihr schließlich mit dem Umbau des Pariser Gare d‘Orsay zu einem Museum (1980-1986), für den sie 1987 vom François Mitterand zum Ritter der französischen Ehrenlegion ernannt wird. Ihr Gespür für den Umgang mit historischen Räumen stellt sie ebenso mit dem Umbau des Palacio Nacional de Montjuic zum Museo de l‘Arte Catalana in Barcelona (1985-1992) unter Beweis. 1991 wird sie als erste Frau mit dem Praemium Imperiale auf dem Gebiet der Architektur ausgezeichnet. Wir trafen Gae Aulenti in ihrem Mailänder Büro und sprachen mit ihr über Architektur in fünf Akten, dadaistische Tische und die Abkehr vom Informell.
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„Back to Basic“ lautete das Motto der schwedischen Designerin Monica Förster bei der Gestaltung der Standleuchte Circle, die von dem italienischen Hersteller De Padova produziert wird.
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„Light follows architecture“ lautete die Maxime beim Bau des jüngsten Gebäudes auf dem Novartis-Campus in Basel, dem sogenannten Maki Building. Damit darf sich der japanische Architekt Fumihiko Maki nun in die Reihe prominenter Namen wie Tadao Ando, David Chipperfield, Diener & Diener, Frank O. Gehry oder Peter Märkli einreihen, die bereits Bauwerke auf dem Gelände des Hauptsitzes des Pharmaherstellers in Basel errichteten. Seit rund zehn Jahren wird das Areal kontinuierlich erweitert. Zu den bereits bestehenden Forschungs-, Repräsentanz- und Verwaltungsbauten kam kürzlich das neue Bürogebäude WSJ 174 hinzu, nach seinem Architekten kurz Maki Building genannt, welches durch seine Klarheit und Geradlinigkeit besticht.
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Als Weiterentwicklung der Tischleuchte Falling in Love präsentiert der Leuchtendesigner und -hersteller Tobias Grau nun das Programm Falling Star, bestehend aus Stand-, Decken-, Wand- und Pendelleuchte.
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Im Rahmen der weltweiten Tiger-Kampagne der Umweltschutzorganisation WWF machen zwei Riesen-Origami-Tiger des Architekturbüros LAVA ab heute für drei Wochen Station am Hauptbahnhof in Berlin. Die über sieben Meter langen und zweieinhalb Meter hohen Tiger-Skulpturen werden von Stefan Ziegler (WWF) und Tobias Wallisser (LAVA) auf dem Washington Platz zwischen Hauptbahnhof und Spree-Ufer enthüllt. Beleuchtet sind die Skulpturen, die auch in Sydney, Kuala Lumpur und Singapur aufgestellt wurden, durch pulsierende LED’s.
Die Designer des Architektenbüros LAVA haben die größten Origami-Tiger der Welt zum chinesischen Jahr des Tigers entworfen, um ihr persönliches Engagement für den Schutz der letzten 3.200 Tiger auszudrücken.
Weitere Informationen:
www.wwf.de/origamitiger

Wie helfen sich Menschen in den Ländern, in denen nur ein beschränktes Produkt-Repertoire für die Grundversorgung zur Verfügung steht? Sie werden erfinderisch! Der materielle Mangel kann aus politischen, gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Gründen entstehen, führt aber an verschiedenen Orten zu verwandten Szenarien: Wenn der Bürger die benötigten Alltagsgegenstände nicht einfach aus dem Warenregal pflücken kann, muss er mit dem Wenigen, das ihm zur Verfügung steht, improvisieren. Wie nützlich oder qualitativ hochwertig sein Hab und Gut ist, ist dann keine Frage des Einkommens mehr, sondern hängt davon ab, wie einfallsreich er ist. Und: Auch wer für die hiesigen Märkte Konsumgüter gestaltet, kann in puncto Materialeffizienz oder Langlebigkeit vieles lernen. Wir stellen Schauplätze vor, an denen der eigentliche Konsument zum Hersteller seines Produktes wird – und Gestaltung aus der Not heraus zum Volkssport avanciert.
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Brigitte Kowanz darf durchaus als Grande Dame der Lichtkunst gelten. Die 1957 geborene Wiener Künstlerin wurde bereits in den früher 80er Jahren durch den Einsatz phosphoreszierender Farben und farbigen Lichts in ihren Arbeiten international bekannt. Nun würdigt das Wiener Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, kurz MUMOK, die Künstlerin mit einer umfassenden Retrospektive. Unter dem Titel „Now I See“ sind Wandarbeiten, Installationen und Arbeiten im architektonischen Kontext von 1984 bis heute zu sehen. Parallel zur Ausstellung entwickelte Brigitte Kowanz auch zwei Lichtinstallationen im öffentlichen Raum: Nach Einbruch der Dunkelheit erstrahlt weithin sichtbar neben der Fassade des MUMOK eine leuchtende Animation auf dem 20-stöckigen Gebäude der Uniqa Versicherung.
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