
Sie waren die Chronisten des italienischen Designs. Mit seinen klaren, unprätentiösen Aufnahmen hat das Mailänder Fotografenpaar Aldo und Marirosa Ballo Produkte nicht nur abgelichtet. Es hat sie derart raffiniert in Szene gesetzt, dass sie vor der Kamera lebendig werden und ihr Wesen eindrucksvoll zur Schau stellen. Über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten dokumentierte das Paar nicht nur die rasante Entwicklung des italienischen Designs seit Beginn der fünfziger Jahre, sondern gab den heutigen Klassikern auch eine visuelle Kontinuität. Sieben Jahre nach dem Tod von Aldo Ballo widmet das Vitra Design Museum in Weil am Rhein den Pionieren der Produktfotografie eine Retrospektive.
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Restaurant reiht sich an Restaurant, Gourmet-Tempel an Gourmet-Tempel, Design-Hotspot an Design-Hotspot. Von welchem Ort die Rede ist? Von der katalanischen Metropole Barcelona. Hier findet sich auch das Restaurant Bravo 24, das die Innendesignerin Isabel López gestaltet hat. Im ersten Stock des W Hotels am Hafen gelegen, fühlt sich der Gast wohl in einem Ambiente aus warmen Hölzern. Und lässt sich die kulinarischen Köstlichkeiten von einem Meister seines Fachs kredenzen: Carlos Abéllan.
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Der Schmuckdesigner Peter Skubic gehört zu den Vorreitern seiner Zunft und arbeitet seit über 50 Jahren an der Schnittstelle zwischen Kunst und Gestaltung. Schmuck bedeutet für ihn nicht Tand, sondern Experiment, Grenzüberschreitung bis hin zur Verletzung des eigenen Körpers. Die Neue Sammlung in der Münchener Pinakothek der Moderne widmet dem 1935 geborenen Schmuck-Rebellen nun eine umfassende Retrospektive, die sein gesamtes Schaffensspektrum umfasst und zahlreiche Exponate aus Privatbesitz erstmalig öffentlich zugänglich macht. „Radikal“ lautet der Titel der Schau, die noch bis zum 15. Mai 2011 in München zu sehen ist.
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Die gläserne Chaiselongue von Jean-Marie Massaud für Glas Italia scheint im Raum zu schweben.
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Komfort mit großen Lauschern: der Elephant Chair von Neuland Industriedesign.
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Türmchen, Rundbögen und ein wild wuchernder Garten: In der Umgebung von Barcelona installierte der katalanische Architekt Ricardo Bofill seine Wohn- und Arbeitsräume inmitten einer stillgelegten Zementfabrik. Doch anstatt das Industriedenkmal aus der Jahrhundertwende auf allzu cleane Weise zu restaurieren, verwandelte er es in ein urbanes Märchenschloss.
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Torkelnd und doch nüchtern: ein stapelbares Regalsystem von Designer Thomas Bernstrand für Swedese.
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Martha Flüeler-Haefeli, Paula Straus oder Emmy Roth – diese Namen sagen Ihnen nichts? Nun, das könnte sich bald ändern, zeigt eine Ausstellung im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe doch Werke dieser Künstlerinnen. Als Gold- und Silberschmiedinnen bereits in den zwanziger Jahren tätig, brachen sie ein in eine Männerdomäne. Teils seriell hergestellte Silberwaren in sachlicher Form gepaart mit hoher Funktionalität und technisch perfekter Fertigung waren das Markenzeichen der avantgardistischen Gestalterinnen.
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Feuer und Wasser sind die Antipoden, zwischen denen sich der moderne Wohnraum aufspannt. Standen wir vor wenigen Wochen – auf der Living Kitchen zur imm Cologne 2011 – ganz im Bann der domestizierten Feuerstelle, erwartet uns auf der ISH in Frankfurt die Betrachtung des Wohnens von der gefassten Quelle aus. 2.300 Hersteller werden hier vom 15. bis 19. März 2011 ihre Lösungen für den Sanitärbereich vorstellen, die Messehallen sind komplett ausgebucht, rund 200.000 Besucher werden erwartet. Stand die ISH vor zwei Jahren ganz im Zeichen der „Farbe“ Grün, waren Nachhaltigkeit, Wasser-Sparen und Ökologie die bestimmenden Themen, trauen sich die Hersteller dieses Jahr wieder, weitergehende Aspekte der Nutzung von Wasser zu proklamieren, die über den immer flacher werdenden Badewannenrand hinausweisen. Vorsichtig zwar, denn Nachhaltigkeit ist weiterhin das Gebot der Stunde. Doch unter Losungen wie „Wasser als therapeutisches Element“ soll das kühle Nass wieder jenseits von Sparzwängen erlebt werden können.
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Andrea Branzi ist der Querdenker des italienischen Designs. Geboren 1938 in Florenz, studierte er in seiner Heimatstadt Architektur und zog 1973 nach Mailand. 1964 gehörte Branzi zu den Gründern der Avantgarde-Gruppe Archizoom, die mit Projekten wie der Stadtvision No-Stop-City (1972) eine ironische Kritik an der Architektur und dem Städtebau der Moderne übten. 1975 – ein Jahr nach der Auflösung von Archizoom – gründete er zusammen mit Ettore Sottsass und Alessando Mendini die Organisation CDM (Consulenti Design Milano), die sich mit Recherchen zu neuen Materialien und Technologien beschäftigte, und initiierte 1982 die Gründung der Domus Academy in Mailand, deren Leitung Branzi als Vizepräsident bis 1987 innehatte. Von 1983 bis 1987 gab Branzi die Zeitschrift Modo heraus und wurde 1986 in die EG-Kommission für die Entwicklung und Förderung des Designs in Europa berufen. Seitdem hat er zahlreiche Bücher, Essays und Artikel zum Thema Design veröffentlicht, kuratiert Ausstellungen rund um den Globus und entwickelt mit seinem eigenen Architektur- und Designbüro Projekte für Kunden wie Alessi, Danese, Zanotta, Artemide oder Montblanc. Wir trafen Andrea Branzi in seinem Mailänder Studio und sprachen mit ihm über urbanes Plankton, Nebel in der Architektur und den Tod als Gestaltungsthema.
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