
Auf der gerade zu Ende gegangenen interzum in Köln fand auch dieses Jahr wieder das Forum innovation of interior statt – ein Ausstellungskonzept, das als Kommunikationsplattform für Architekten, Innenarchitekten und Designer dient, die auf der Suche nach neuen Materialien sind. Die zwei Schwerpunkte „Innovative Materialien“ und „Licht“ wurden dieses Jahr mit eigens kuratierten Installationen im Zentrum der Ausstellungshalle besonders hervorgehoben.
Zum Thema „Innovative Materialien“ entwarf der Innenarchitekt Hartmut A. Raiser einen Ausstellungspavillon, der sich aus den Grundrissen und Konturen von vier Gebäude-Ikonen aus unterschiedlichen Epochen zusammensetzte: Buckminster Fullers DYMAXION-Haus, Mies van der Rohes Farnsworth-Haus, Tadao Andos Koshino-Haus sowie das Moriyama-Haus von Ryue Nishizawa. Der Besucher konnte sich durch diese fragile Struktur hindurchschlängeln und traf auf Design-Klassiker der Moderne und Gegenwart – wie den Panton Chair von Vitra oder den Houdini-Stuhl von e15. Dazu gesellte sich eine Selektion verschiedener Materialproben, die das Design der vergangenen Jahrzente bis in die Gegenwart hinein geprägt haben.
Der Themenbereich „Licht“ – gestaltet vom Lichtplaner Antonius Quodt – zeigte unter anderem die Preisträger des „Deutschen Lichtdesign-Preises 2011“ und des Wettbewerbs „Leuchte des Jahres 2011“. In dem dunkel gehaltenen Parcours wurden neben der Ausstellung der prämierten Leuchten auch zwei Lichtinszenierungen integriert, die dem Besucher die Chance gaben, sich vom Messestress ein wenig zu erholen und mit der einen oder anderen Inspiration nach Hause zu gehen.
Ein weiteres Highlight der interzum war der designparcours, der an verschiedenen Orten auf der Messe die Gewinner des interzum award präsentierte. Die Auszeichnung würdigt Produktneuheiten, die sich durch „überdurchschnittliche Funktionalität“ auszeichnen.
Nähere Informationen zur Messe und dem Forum:
www.interzum.de
www.innovation-of-interior.de
www.interzum-award.de

Seit 2002 behauptet sich der DMY als nichtkommerzielles Designfestival in Berlin und öffnet jetzt vom 1. bis 5. Juni erneut seine Türen. Im zweiten Jahr nach dem Umzug in den Flughafen Tempelhof steht 2011 Finnland als Gastland im Mittelpunkt der Schau, die längst auch Teilnehmer aus Asien und Südamerika in die Hauptstadt lockt. Doch so sehr das Festival in der Kreativszene Berlins verankert ist: Die Macher des DMY schmieden schon Pläne, auch in Übersee mit eigenen Veranstaltungen vertreten zu sein.
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Form follows function: 1934 entwickelte Wilhelm Wagenfeld ein Porzellanservice für Fürstenberg, das nun um einige Geschenkartikel ergänzt wurde.
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Große Sitzpoesie: der Stuhl Flux von Jerszy Seymour für Magis wurde im April in Mailand vorgestellt.
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Werkstoffe und ihre Fertigung sind zum Antrieb für Innovationen geworden. Doch nicht mehr nur die technologische Funktion steht im Mittelpunkt, sondern vor allem die Fähigkeit zur Überführung funktionaler Exzellenzen in nutzerorientierte Produkte. Martin Beeh und Dr. Sascha Peters bieten auf dem diesjährigen DMY International Design Festival Berlin den DMY Materials Workshop mit dem Ziel an, neue Anwendungsszenarien für Materialinnovationen zu entwickeln. In der beeindruckenden Kulisse des Airport Berlin Tempelhof sind professionelle Kreative vom 2.-4. Juni 2011 aufgerufen, in verschiedenen thematischen Innovationsworkshops Produktansätze für interessante Werkstoffe zu entwickeln.
Die Teilnahme am DMY Materials Workshop ist kostenpflichtig, Mitglieder der Berufsverbände AGD, BDA, BDIA, VDID sowie Studierende der Fachbereiche Architektur und Design haben Anrecht auf eine ermäßigte Teilnehmergebühr.
Nähere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung unter:
www.dmy-berlin.com

Was wäre, wenn ein Gebäude empfindsam auf die Anwesenheit seiner Bewohner reagieren könnte? Was, wenn dank fortschrittlicher Technologien Räume entstünden, die uns bewegten und zu einem Gefühl von „Zuhause-Sein“ beitrügen? Oder entfremden uns neue Technologien immer noch unserer eigenen vier Wände? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der von der Architekturplattform plan A initiierten Veranstaltung „Sensing Home – Entfremdung oder Behausung durch Technologie“, die am 5. Mai 2011 im Museum für Angewandte Kunst in Köln stattfand. Die drei Referenten Mike Meiré, Gesche Joost und Mette Ramsgard Thomsen debattierten über die Notwendigkeit neuer Konzepte, die über vorhersehbare Funktionen so genannter „Smart Homes“ hinausreichen, sich vielmehr auf den Menschen als Ganzes konzentrieren und dabei mehrdeutig und vielfältig die Sinne ansprechen.
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Leicht, stabil und filigran: Der nur 25 Millimeter dünne Tisch von Desalto ist dank eines Verbundwerkstoffes revolutionär schlank und beeindruckend lang.
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Thomas Heatherwick hat der Architektur das Fell übergezogen. Geboren 1970 in London, studierte er am Manchester Polytechnic sowie am Londoner Royal College of Art Architektur, bevor er 1994 sein eigenes Büro in London gründete. Aufmerksamkeit erregte er vor allem mit seinen zahlreichen öffentlichen Bauten, darunter das East Beach Café in Littlehampton, ein wandelbarer Kiosk im Londoner Stadtteil Chelsea sowie eine rollbare Brücke am Grand Union Canal in London. Seinen internationalen Durchbruch erlebte Thomas Heatherwick mit dem Entwurf des britischen Pavillons für die Expo 2010 in Shanghai, der mit seiner haarigen Außenhaut eine weiche, ephemere Sprache in die Architektur einbrachte. Präsenz wird der britische Gestalter an der Themse künftig öfters zeigen: Im Frühjahr 2010 konnte er den Wettbewerb für den neuen Londoner Doppeldeckerbus für sich entscheiden, der ab 2012 das Gesicht der britischen Hauptstadt prägen wird. Wir trafen Thomas Heatherwick während der Mailänder Möbelmesse 2011 und sprachen mit ihm über wirbelnde Pauken, haarige Häuser und die Ratschläge seiner deutschen Großmutter.
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Ein Sofa mit Knick kann ganze Sitzlandschaften bilden: Roro von Roland Meyer-Brühl.
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Die Münchner Lichtplaner Gerd Pfarré (1960) von pfarré lighting design und Christoph Matthias (1962) von Lichtlauf kennen sich aus gemeinsamen Tagen bei Ingo Maurer. Sie arbeiten seit fast 20 Jahren zusammen – in Projektpartnerschaft, aber jeder mit seinem eigenen Büro. Ben Wirth, Jahrgang 1965, ebenfalls Lichtgestalter, absolvierte vor seinem Architekturstudium eine Tischlerlehre. Alle drei sind als Lichtplaner Autodidakten – entsprechende Studiengänge gibt es schließlich erst seit wenigen Jahren. Christoph Matthias ist zudem diplomierter Industriedesigner. Für eine Musterwohnung des Wohnungsprojekts „L10“ in der Lilienstraße 10-14 in München-Au entwickelten die drei gemeinsam ein Lichtkonzept. Wir sprachen dort mit ihnen über behagliches Glühen, die Entwicklung neuer Leuchten und die Reflexion des Unsichtbaren.
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