
Wie helfen sich Menschen in den Ländern, in denen nur ein beschränktes Produkt-Repertoire für die Grundversorgung zur Verfügung steht? Sie werden erfinderisch! Der materielle Mangel kann aus politischen, gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Gründen entstehen, führt aber an verschiedenen Orten zu verwandten Szenarien: Wenn der Bürger die benötigten Alltagsgegenstände nicht einfach aus dem Warenregal pflücken kann, muss er mit dem Wenigen, das ihm zur Verfügung steht, improvisieren. Wie nützlich oder qualitativ hochwertig sein Hab und Gut ist, ist dann keine Frage des Einkommens mehr, sondern hängt davon ab, wie einfallsreich er ist. Und: Auch wer für die hiesigen Märkte Konsumgüter gestaltet, kann in puncto Materialeffizienz oder Langlebigkeit vieles lernen. Wir stellen Schauplätze vor, an denen der eigentliche Konsument zum Hersteller seines Produktes wird – und Gestaltung aus der Not heraus zum Volkssport avanciert.
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Verbindend und unterteilend zugleich: eine Sitzmöbelserie von Sam Hecht für Established & Sons.
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Das Interesse am Weltraum ist wieder erwacht. Neue Satelliten senden Bilder vom Mars und weit entfernten Galaxien, während Unternehmen wie Virgin Galactic bereits Tickets für die ersten kommerziellen Flüge ins All anbieten. Können Ausflüge in die Schwerelosigkeit dabei auch zu neuen Perspektiven für das Leben auf der Erde führen? Dieser Frage gehen Greg Lynn, Michael Maltzan und Alessandro Poli in einer gemeinsamen Ausstellung nach, die derzeit im Kanadischen Architekturzentrum in Montréal zu sehen ist. Vierzig Jahre nach der Mondlandung führen ihre „Anderen Odysseen im Weltraum“, so der Titel der Schau, zu einem beruhigenden Ergebnis: Der Blick auf die Erde wird durch die neuen Höhenflüge sogar geschärft.
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Die Logik der Gegensätze: eine Tischserie von Hanna Ehlers für Zeitraum.
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Verspielte, dennoch praktische Alternative zu schlichten Handtuch- und Kleiderhaken: die Wandskulpturen des Berliner Designkollektivs Llot Llov.
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Größenwahn im Sauberstaat: Mit einem gigantischen Hotel-Casino, das Ende Juni eröffnet wurde, hofft Singapur auf zahlungskräftige Besucherscharen. Entworfen von Altmeister Moshe Safdie, entstand ein Gebäudekomplex der Superlative, der von einem schwebenden Badestrand in über 200 Metern Höhe gekrönt wird. Schwimmen am Abgrund oder fliegen über der Stadt? Vielleicht von beidem etwas. Den utopischen Geist seiner früheren Projekte hat Safdie damit jedoch endgültig über Bord geworfen.
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Wie ein Abdruck des menschlichen Körpers: organisch geformter Stuhl von Foreign Office Architects für Dynamobel.
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Der Pavillon zählt als Bautyp zu den Traumaufgaben vieler Architekten. Denn er bietet zahlreiche Entfaltungsmöglichkeiten zwischen abstraktem Experiment und technischer Innovation. Zudem schafft er kreative Freiräume, in denen die Grenzen der Architektur ausgetestet und das bisher nur Gedachte ohne Anspruch auf Perfektion Gestalt annehmen darf. Das wohl populärste Beispiel ist der temporäre Sommerpavillon der Londoner Serpentine-Galerie, der in diesem Jahr von Jean Nouvel entworfen wurde und einen leuchtenden Kontrast zum Grün seiner Umgebung bietet.
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Klarheit für die Bücherwand: ein neues Regalsystem von Piero Lissoni für Porro.
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Kengo Kuma lässt die Grenzen seiner Gebäude verschwimmen. Geboren 1954 in der japanischen Präfektur Kanagawa, studiert er an der Universität von Tokio Architektur. Nach seinem Abschluss 1979 nimmt er am Post Graduate Studiengang der Columbia University in New York teil und gründet 1987 das Spatial Design Studio sowie 1990 sein bis heute bestehendes Architekturbüro Kengo Kuma & Associates in Tokio. Bekanntheit erregt er ab Mitte der neunziger Jahre vor allem mit seinen puristischen Wohnbauten, mit denen er wie beim Water/Glass House (1995) oder beim Lotus House (2005) den Innenraum der Gebäude mit ihrer Umgebung verschmelzen lässt. Mit seinem 2007 eröffneten Teehaus im Garten des Frankfurter Museums für Angewandte Kunst realisiert Kengo Kuma sein erstes Gebäude in Deutschland und überrascht mit einer weichen Hülle aus transluzentem Kunststoff. Wir trafen Kengo Kuma in Mailand und sprachen mit ihm über schwebend leichte Materialien, die Spuren Bruno Tauts und Inspiration in heißen Quellen.
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Jurgen Bey Gae Aulenti John Picard Michael Kindler Läufer + Keichel
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Copacabana CLS Mobile Drive Klar’s Manufaktur-Seifen T.U. Marecucina
Praxis
Auf einen Drink im Regenwald Eine demokratische Geste Grüner wird's nicht Treffpunkt Museumsdach Ein Bad in heiligem Wasser
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Die Zukunft ist ein Sandwich Verbindende Räume – Die Architektur-Biennale 2010 Abgeschmeckt und weggezappt Purismus auf zwei Rädern Mit der Hand gedacht