
Die Gestalter aus dem Norden sind präzise Beobachter, Querdenker der Einfachheit, die simple Lösungen finden, ohne auf Raffinesse zu verzichten. Die deutschen Gestalter sind stoische Funktionalisten, die sich in technischen Details verlieren und nach dem Grundsatz „Never change a running system“ handeln. Soweit die gegenseitigen Vorurteile. Wer dieser Tage die Preisträger des Anfang November in Barcelona stattfindenden World Architecture Festivals 2011 studiert, wird zumindest eine der Charakterisierungen als zutreffend befinden: Ausgezeichnet wurde das wohl bekannteste norwegische Architekturbüro, Snøhetta, das irgendwo im Nirgendwo, in direkter Nähe zum namengebenden, höchsten Berg des Landes, eine verglaste Holzbox in der Landschaft landen ließ.

Für einzelne Blumen oder ganze Sträuße: Die Modulvase von Xiral Segard bietet ein Gefäß für alles Blühende.
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Am kommenden Freitag, 18. November, geht die Diskursplattform ARCH+ features an der Donau in die nächste Runde. Während der Veranstaltung, die zugleich den Auftakt der EXPERIMENTDAYS 01.WIEN bildet, diskutieren Christian Schöningh, Die Zusammenarbeiter (Berlin), Andreas Rumpfhuber, Expanded Design (Wien) sowie Adolf Krischanitz (Wien/ Zürich) über neue Ansätze im Wohnungsbau. Letzterer wird sicher auch zum Ort der Diskussion einige erklärende Worte finden: dem von Kirschanitz umgebauten und am 15.11. wiedereröffneten 21er-Haus in Wien. Das Gebäude entstand ursprünglich nach Plänen des Wiener Architekten Karl Schwanzer als österreichischer Pavillon für die Weltausstellung in Brüssel 1958 und erhielt für seine schwebend leichte Stahlbauweise prompt den Grand Prix d‘Architecture. 1962 wurde der Pavillon im Schweizer Garten am Wiener Südbahnhof als Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts eröffnet, bis diese 2001 seine neuen Räume im Museumsquartier bezog. Das Gebäude stand seitdem leer und drohte zunehmend zu zerfallen, bis ihn Agnes Husslein-Arco, Direktorin der Österreichischen Galerie Belvedere, zum Museum für die Kunst des 21. Jahrhunderts umbauen ließ. Adolf Krischanitz hat hierzu nicht nur den Wettbewerb gewonnen. Er selbst hat bei Karl Schwanzer an der Technischen Universität in Wien studiert und kennt sein Werk aus dem FF. Am 18.11. um 18 Uhr beginnt die Veranstaltung im 21er-Haus in der Arsenalstrasse 1 in Wien. Unterstützt wird die ARCH+ features-Reihe vom Initiativpartner Siedle. Informationen zu den bisherigen Veranstaltungen finden Sie unter
www.siedle.de/archplus

Ein Sessel mit Ohren aus Filz, der vor Lärm und neugierigen Blicken schützt.
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Topf trifft Dreibein und Leuchte trifft Tisch. Die Möbelkollektion des Potsdamer Gestalters Franz Dierich ist ein formales Mixtape Berliner Handwerkskunst.
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Eine Wohnung, ein System: Algo ist Bett, Tisch, Schrank und Raumteiler in einem.
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Sie sind ein ungleiches Paar und spielen dennoch brillant im Team: Designer Sebastian Wrong, Mitbegründer und Kreativdirektor von Established & Sons, sowie Maurizo Mussati, der 2010 die unternehmerische Leitung des britischen Möbellabels übernommen hat. Der Nachfolger von Alasdhair Willis hat zuvor nicht nur das internationale Geschäft des Leuchtenherstellers Flos verantwortet. Als Managing Director konnte er ebenso das junge, niederländische Label Moooi zu wirtschaftlicher Stärke führen. Sebastian Wrong studierte Bildhauerei an der Norwich School of Art and Design und machte seinen Abschluss 1993 an der Camberwell School of Art in London. 2001 gelang ihm mit der Leuchte Spun Light der Durchbruch, die ursprünglich für den Nischenhersteller Drove Ltd. entworfen und 2004 von Flos in die Produktion genommen wurde. Seine Arbeiten für Established & Sons (ab 2003) haben unterdessen einen oft augenzwinkernden Charakter mit Anklängen an das postmoderne Design. Wir trafen Sebastian Wrong und Maurizo Mussati in Berlin und sprachen mit ihnen über ihre Eindrücke von der ersten Ausgabe der Möbelmesse Qubique, die Inflation der Designweeks und die Zukunft von Established & Sons.
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Rot zu Blau: Die Kollektion von Franziska Wernicke teilt die getufteten Teppichkreise in drei sanft verlaufende Farbdreiecke.
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Von der Fläche in den Raum: Die Schale Doily von Paolo Ulian für Danese.
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Mit der Frage, wie ein zeitgenössisches Wohnhaus aussehen könne in einer Zeit, in der es dank permanenter staatlicher Überwachungsmechanismen und wirtschaftlich intendierter digitaler Datensammlungen im Grunde gar keine Privatsphäre mehr gebe, schloss die spanischstämmige, in Princeton lehrende Architekturtheoretikerin Beatriz Colomina am vergangenen Donnerstag ihren Vortrag zum „Radical House“ im Laufen Forum des gleichnamigen Schweizer Keramikherstellers. Und obwohl sie gar nicht so gedacht war, entpuppte sich die im Anschluss stattfindende Präsentation des diesjährigen ar-Award-Trägers – Architekten Martenson und Nagel Theissen – als eine mögliche Antwort auf diese Frage.
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Richard & Antony Joseph Tadao Ando Sebastian Conran Alberto Meda Sascha Peters
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Mit Hirsch, Charme und Kanone Unter Multitalenten Paradies auf Stelzen Lichtpunkt Tanke Japanischer Lichtfänger
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Der Relaunch kommt Kapoor in Berlin: Zwischen Architektur und Scheiße Wohnratgeber Teil 4: Die exponierte Wohnung Momentané: Gründlichkeit à la Bouroullec Leuchtstoff, bis der Arzt kommt