
Nächste Woche ist es endlich wieder soweit: In Frankfurt öffnet vom 10. bis 14. Februar eine Messe ihre Pforten, auf die Tableware-Aficionados ein Jahr lang sehnsüchtig gewartet haben. Die weltweit größte Konsumgütermesse Ambiente wartet auch dieses Jahr wieder mit Tausenden von Produktneuheiten, Preisverleihungen und Veranstaltungen auf und wird gleichzeitig die Frage beantworten, welche Entwicklungen es im Bereich Essen und Kochen gibt. Sage und schreibe 4.458 Aussteller aus 86 Ländern werden in Frankfurt Produkte aus den Branchen Tisch, Küche, Haushalt sowie Wohnen, Einrichten und Schenken präsentieren. Damit Sie durchfinden im Messedschungel, haben wir die Highlights für Sie zusammengestellt.
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Nipa Doshi und Jonathan Levien sind im beruflichen wie privaten Leben ein Paar. Geboren 1971 in Bombay, studierte Nipa Doshi in Ahmedabad Design und ging 1995 nach London, um 1997 am Royal Collage of Art ihren Master zu absolvieren. Nach ihrem Abschluss kehrte sie nach Indien zurück und arbeitete dort mit Kunsthandwerkern, bis sie 1998 für SCP Architects und David Chipperfield in London zu arbeiten begann. Jonathan Levien wurde 1972 im schottischen Elgin geboren und nahm am Bucks College in englischen High Wycombe sein Designstudium auf. 1995 zog er nach London und absolvierte am Royal College of Art seinen Master. Nach seinem Abschluss 1997 arbeitete er für drei Jahre im Büro von Ross Lovegrove, bis er 2000 zusammen mit Nipa Doshi das Büro Doshie Levien in London gründete. Ihre Arbeiten verbindet ein Zusammenspiel aus unterschiedlichen Kulturen, Stilrichtungen und Produktionsmethoden, die sie für Kunden wie Moroso, Cappellini, Richard Lampert, Authentics, Glass oder BD Barcelona realisieren. Von der Kölner Möbelmesse imm cologne wurden Nipa Doshi und Jonathan Levien eingeladen, im Januar 2012 ihre Vorstellung eines idealen Wohnraums umzusetzen. Wir trafen die beiden Gestalter in Köln und sprachen mit ihnen über exhibitionistische Schlafzimmer, Räume für Yoga und hybrides Wohnen.

Schön bunt: Das neue Schranksystem von Scholten & Baijings besticht durch den Umgang mit Farbe und Licht.
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In den Niederlanden gibt es keine Berge – und so ist die wahrscheinlichste Bezeichnung für eine Erhebung „Düne“. Wer mal von weiter oben in die Landschaft schauen will oder Windschatten sucht, dem bleibt nur die Suche nach dem nächsten Sandhaufen. Und so mag es auch nicht verwundern, dass das Büro der Raffinerie BP auf der Suche nach einem geschützten Plätzchen ihr Gebäude hinter einer Düne platzierte. Die allerdings musste – ganz niederländisch – in Ermangelung eines natürlichen Hügels erst einmal aufgeschüttet werden.
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Ein Laptop-kompatibler Sekretär, hinter dessen Klappe sich bei Bedarf die physische Erscheinung der alltäglichen Arbeit verbergen lässt.
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Die Kölner Möbelmesse imm cologne ist an diesem Sonntag nach fünf Fachbesucher- und zwei Publikumstagen zu Ende gegangen. Mit 115.000 Besuchern aus 118 Ländern wurde das Vorjahresergebnis von 138.000 Besuchern zwar leicht unterboten. Doch gegenüber 2010, als die Messe ebenfalls ohne die Küchenmesse LivingKitchen als ergänzendes Zugpferd auskommen musste, markiert der Wert einen Zuwachs von 15 Prozent. Das Fazit: Es herrschte dichtes Gedränge in den Hallen 11 und 3.2, in denen sich die designaffinen Aussteller konzentrierten, während eine respektable Zahl an Neuheiten die einst angeschlagene Messe wieder fit auf beide Beine stellte. Die vorgestellten Möbel zeigten nicht nur eine leichte, fast spielerische Seite, sondern entdeckten ebenso eine Nähe zur Wand.
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Nein, die Passagen in Köln haben nichts zu tun mit Walter Benjamin. Die Passagen in Köln – das waren rund 190 Veranstaltungen, die letzte Woche zeitgleich zur Möbelmesse imm cologne stattfanden. Und nicht nur im kommerziellen Bereich gab es in diesem Jahr einiges Interessantes – so beispielsweise neue Produkte und Prototypen – zu entdecken, auch nicht-kommerzielle Veranstaltungen konnten punkten.
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Spiel mit variablen Geometrien: Bei Christophe Marchands moderner Interpretation des klassischen Sekretärs bestimmen die Stauräume die Gestaltung.
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Das Gerücht ging bereits auf der imm cologne um, seit gestern ist es offiziell: Der Designpreis der Bundesrepublik Deutschland, der „Preis der Preise“, wird im Jahr 2012 von der Agentur des DMY ausgerichtet. In einer offiziellen Pressekonferenz im Bundeswirtschaftsministerium BMWI erklärte Staatssekretär Hans-Joachim Otto, dass man sich im Rahmen einer Überprüfung aller Förderprogramme des BMWI auch zu einer Umstrukturierung des wichtigsten staatlichen Designpreises entschieden habe. Bisher war der Preis vom Rat für Formgebung in Frankfurt ausgerichtet worden.
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Ganz im Süden Spaniens, etwas außerhalb der Kleinstadt Loja, befindet sich seit kurzem ein Gebäude, das halb Haus, halb Landschaft ist. Kein Wunder: Seine Funktion dient der Förderung des Bewusstseins für die Qualitäten der regionalen Landwirtschaft. Teils in den Boden eingebuddelt, öffnet sich das Biodiversity Centre nur zum abfallenden Hang und zu einem Patio hin und schützt so die Mitarbeiter, Besucher und vor allem seinen wertvollen Inhalt vor der unnachgiebig scheinenden Sonne.
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Der extravagante Tisch aus Stahl von Jorre van Ast für Arco macht sich gut in der Küche, im Wohnzimmer oder im Büro.

Möbel für Kinder sind neuerdings ganz schön angesagt. Und das, nachdem die großen Designmarken den Markt um den Nachwuchs über Jahrzehnte töricht vernachlässigt haben. Mit dem Jahrtausendwechsel dann gab es einen stillen Startschuss für die distinguierte Kinderzimmerausstattung. Und ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Magis initiierte 2004 seine MeToo-Kollektion, Vitra startete mit dem Panton Junior 2006 in die Vitra for Kids-Serie und Lampert präsentierte 2011 in Mailand modernistische Schaukelpferdchen. In den Kinderzimmern herrscht nun – für den der will – schöner Wohnen. Nur: was im Privaten funktioniert ist im Öffentlichen noch nicht angekommen. In den Schulen herrscht auch weiterhin tafelgrüne Tristesse und kreidestaubige Langeweile. Eine Spurensuche, ein Erklärungsversuch und ein Fünkchen Hoffnung, das auf der diesjährigen Möbelmesse imm vielleicht für ordentlich Feuer sorgen wird.
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Bewegung ist manchmal die beste Heizung. Doch selbst in einer Turnhalle ersetzen ein paar Kniebeugen noch kein verbrauchsoptimiertes Energiekonzept. Der Entwurf von Ludloff und Ludloff Architekten (Berlin) für die Modernisierung einer Grundschul-Turnhalle in Berlin-Tempelhof beschränkt sich daher nicht auf die Reduzierung der Heizenergie, sondern stellt ein breites Programm nachhaltiger Maßnahmen zur Energieoptimierung auf. Die Turnhalle kommt dadurch nicht nur unter ökonomischen Aspekten im 21. Jahrhundert an, die Architekten verstärkten gleichzeitig die schwungvolle Leichtigkeit, die den Fünfziger-Jahre-Bau einst auszeichnete, diesem jedoch durch zahlreiche Umbaumaßnahmen über die Jahre hinweg abhanden gekommen war.
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Bitte setzen Sie sich! Die neue Stuhlserie von Konstantin Grcic für Flötotto.
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Komfort mit reduzierten Mitteln: die neue Stuhlfamilie von Burkhard Vogtherr.
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Zurück zur alten Stärke? Die Kölner Möbelmesse imm cologne, die vom 16. bis 22. Januar 2012 zusammen mit der Einrichtungsschau LivingInteriors stattfindet, ist derzeit kaum wiederzuerkennen. Schon seit Wochen sind die wichtigen Hallen ausgebucht und selbst diejenigen Aussteller, die der Stadt vor Jahren den Rücken gekehrt hatten, sind nun wieder mit dabei. Ihre Erwartungen richten die Hersteller vor allem an den deutschen Markt, der entgegen dem Europatrend weiter wächst.
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Auch 2012 wird die Kölner Möbelmesse imm cologne um das Programm der Passagen ergänzt. Über 190 Ausstellungen, Präsentationen, Vorlesungen und weitere Veranstaltungen übertragen das Geschehen der Messe auf das gesamte Stadtgebiet. Was Sie nicht versäumen sollten, lesen Sie hier.

Der japanische Designpionier Sori Yanagi ist tot. Bereits am 25. Dezember 2011 verstarb der Industriedesigner und Kurator im Alter von 96 Jahren in Tokio.
Internationale Berühmtheit erlangte der 1915 in Tokio geborene Yanagi mit dem Entwurf seines Butterfly Stool, einem mittels zweier symmetrischer Schalen aus Formsperrholz gefertigten Hocker, der 1954 auf der Mailänder Triennale präsentiert wurde. Die grazilen, flügelartigen Holzschalen werden dabei lediglich durch eine Schraube und eine Metallstange fixiert. Der Butterfly Stool ist heute Teil der Sammlung des MoMA in New York und wurde unter anderem 1964 auf der documenta III in Kassel gezeigt, dort lehrte Yanagi auch zwei Jahre an der Staatlichen Werkkunstschule. Bereits von 1949 bis 1952 hatte er mit Charlotte Perriand zusammen gearbeitet, bevor er 1952 das Yanagi Industrial Design Institute gründete.
Der von ihm ebenfalls im Jahr 1954 entworfene Elephant Stool, ein dreibeiniger Hocker, der damals aus Polyesterharz, heute aus Pastik hergestellt wird, war der erste komplett aus Kunststoff geformte Hocker weltweit. Yanagi hatte ihn als einfachen Arbeitsstuhl zum Modellbauen in seinem Atelier entwickelt.
Yanagi, der gern mit neuen Materialien experimentierte, verband in seinem Werk kunsthandwerkliche und industrielle Aspekte bei der Herstellung von Gebrauchsgütern. Sein Vater hatte 1936 das Mingei Kan in Tokio gegründet, das Museum für Japanische Handwerkskunst. Für die inzwischen rund 17.000 Exponate umfassende Sammlung von Gegenständen anonymer, hauptsächlich japanischer Handwerker war Sori Yanagi von 1977 bis Juli 2006 selbst als Direktor verantwortlich.
Auf der Website der italienischen Architekturzeitschrift Domus widmet der Londoner Designer Jasper Morrison dem Schöpfer des Butterfly-Chair einen persönlichen Nachruf. cv

Alles Flachs: Die formgepresste Sitzschale von Martin Mostböck ist zu hundert Prozent recycelbar.
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Kazuyo Sejima, bekannt als eine Hälfte des japanischen Architekturbüros SANAA, hat in dem Tokioter Geschäftsviertel Shibaura einen Zwitter aus Kulturzentrum und Firmenzentrale gebaut. Inmitten von Bürohäusern steht das gläserne Shibaura House, in dem sich die Büros einer Verlagsgesellschaft befinden, aber eben auch öffentlich zugängliche Bereiche wie ein Café, Werkstätten und ein Vorlesungssaal. Das vertikal gestapelte Raumprogramm wird dabei vollständig durcheinander gemischt, Besucher haben zu allen Bereichen Zutritt und können durch das Gebäude flanieren wie über einen Stadtplatz: Architektur als sozialer Motor in der anonymen Großstadt.
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Alte Schule?!
Neue Stühle sollen die tafelgrüne Tristesse und kreidestaubige Langeweile aus deutschen Lehranstalten vertreiben. Weiter
Kuli
Kissenträger für das Wohnzimmer: Dieses kleine Möbel verwandelt sich vom Beisteller in einen gemütlichen Hochstapler. Weiter
Burkhard Vogtherr
Der Designer über das U-Boot-Prinzip, Primär- und Sekundärarchitektur und warum er jahrelang nur der Vogtherr mit dem Hund war. Weiter
Mantis
Für kleine Räume und viel Arbeit: Der Tisch von Samuel Wilkinson sorgt mit Funktionsmodulen für Ordnung. Weiter