04.08.2010
Comfy Cargo Chair
Stephan Schulz
1 2 3 4 5 6

„Nisthilfe“ nennt der Gestalter Stephan Schulz das Prinzip seines Möbels und spricht mit dem Comfy Cargo Chair weniger Familien gründende Federtiere an, als vielmehr Besitzer überflüssiger Habseligkeiten. Die sollen direkt im Sessel verstaut werden und ihn so zum individuellen Objekt werden lassen. Zur „kreativen Kollaboration“ lädt eine dreidimensionale Gitterstruktur ein, die unbefüllt nur den Ausgangspunkt auf dem Weg zum benutzbaren Sitzobjekt darstellt. Um vom unbequemen Gerüst zum watteweichen Fernsehmöbel zu kommen, braucht es daher eine umfangreiche Sammlung von Stofftieren, Kissen und Decken. Wer hingegen vor allem geistige Nahrung sein Eigen nennt, sieht härteren Zeiten entgegen: Bücher sind hier zwar praktisch verstaut, wirklich kuschlig wird es mit ihnen jedoch nicht. Egal – Hauptsache es ist schön bunt. Entworfen hat der Gestalter die komplexe Form am Computer, die Fertigung fand mit Hilfe einer CNC-gesteuerten Maschine statt, und so ist es nur die Individualisierung der geometrischen Form, die mit der Hand vollzogen wird. tp

Zurück