03.08.2009
Pylon
Elisabeth Kamm, Anna Steinmann
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Zum Arbeiten braucht es heutzutage nicht viel: Einen Laptop und ein Handy, vielleicht noch Stift und Notizbuch. Mit der reduzierten Ausrüstung sinken auch die Ansprüche an die Infrastruktur des Arbeitsplatzes: Licht, Strom und WLan genügen den meisten, um den Rechner aufzuklappen – egal ob im Café, zu Hause oder im Büro.
Die beiden Designerinnen Elisabeth Kamm und Anna Steinmann haben einen parasitären Arbeitsraum entworfen, der den Mindestansprüchen der modernen Nomaden gerecht wird und sich innerhalb kürzester Zeit fast überall verorten lässt – ganz gleich ob in der Turnhalle oder in einem Fabrikloft. Damit wird es zum perfekten Möbel für die sogenannten „Coworking Spaces”, in denen sich Selbstständige oder Freiberufler einen Schreibtisch mieten um gemeinsam zu Arbeiten. Wie ein Pavillon spannt das Gestänge einen imaginären Raum auf, der sich nur durch die Raumkanten definiert. Innerhalb dieses Raumes findet sich alles, was man am Schreibtisch braucht. Am oberen Kreuz sind Lichtleisten angebracht und an den seitlichen Stangen können Kleiderhaken oder Steckdosen eingeklemmt werden. Um den Arbeitsplatz vom Nebensitzer abzugrenzen, können textile Flächen gespannt werden, die bei Beamer-Präsentationen auch als Projektionsfläche nutzbar sind. Dank dieses flexiblen Baukastenprinzips wird die Erschließung von Arbeitsräumen so einfach wie ein Zeltaufbau.

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