Replex

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19.10.2009

Eine Möglichkeit nachhaltiger Lebensführung kann es sein, eine lange Beziehung zu den Dingen zu pflegen und sie von einer Generation an die nächste weiterzureichen. Denn genau wie in der kurzlebigen Modewelt sind auch Möbel Trends unterworfen, und oft genug kommt es vor, dass ein völlig intaktes Wohnobjekt aus rein modischen Gründen das Feld räumen muss. Wer also den einen Schrank fürs Leben findet, wird damit im weitesten Sinne auch zum Umweltaktivisten. Was aber, wenn der von Tante Emma geerbte Sekretär mit seinen Biedermeierbeinchen so gar nicht zur teuren Sofalandschaft passen will?

Die Gestalter Ruud van Hemert und Stijn van Oorschot bieten mit ihrem Tisch „Replex“ die Gelegenheit, Familienerbstücke als Materialressource zu nutzen und gleichzeitig an ein modernes Wohnambiente anzupassen: Sie recyceln die hölzernen Relikte aus den unterschiedlichsten Epochen und führen sie zu einem neuen Objekt zusammen. Aus gedrechselten und geschnittenen Teilen wird als Patchwork eine neue Fläche generiert, die abgeschliffen ganz neue Seiten zeigt. Und so die Möglichkeit eröffnet, das ehemals biedere Möbel doch noch mal an die eigenen Kinder weiterzuvererben.

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Urquiola