Hersteller: Schellmann Furniture
Möbel, von Künstlern gestaltet und gefertigt, haben eine lange Geschichte und warfen stets ein neues Licht auf die Gestaltung von Gebrauchsgegenständen – waren sie doch oft radikaler und unkonventioneller als ein klassisches Produkt aus der Feder eines studierten Designers. In den Jahren 1953 bis 1954 entwickelte Joseph Beuys auf Wunsch einer Sammlerin aus Düsseldorf eine Serie von Möbeln, die aus drei Tischen und einem Regal bestand: Monk, Tête, Chest und Royal Pidge Pine. Die Objekte zeichnen sich vor allem durch ihre konstruktive und funktionale Klarheit aus – nur die Verwendung von den zwei verschieden-farbigen Holzsorten Birnbaum und Ebenholz irritiert das Auge des Betrachters.
Während es Monk – zu einem Kunstobjekt erweitert – ins Hessische Landesmuseum Darmstadt schaffte, sind die anderen Möbel weiterhin im täglichen Gebrauch der Sammlerin, die nun allerdings in Athen lebt. Schellmann Furniture aus München hat die vier Stücke nun in einer limitierten Edition neu aufgelegt. Dazu gibt es ein Buch von Eva und Wenzel Beuys, das sich mit der Verortung der Möbel im Beuys’schen Werk auseinandersetzt: Drei Tische zum Gebrauch? Beuys Leonardo Platon. Ein Gespräch. tb
Buchtipp:
Eva Beuys, Wenzel Beuys: Drei Tische zum Gebrauch? Beuys Leonardo Platon. Ein Gespräch. 2008