Hersteller: Toshiba
Nein, „Lucèste – the Sky with Brightness“ ist keine neue Coverversion des Beatles-Hits „Lucy in the Sky with Diamonds“. Obwohl der Song als Inspirationsquelle gedient haben mag. Mit dem LED-Lichtkunstwerk „Lucèste“ beschreitet der Elektronikhersteller Toshiba neue Wege in Lichtkunst und Lichtdesign. Zum zweiten Mal erst waren die Japaner im Jahr 2010 auf dem Salone del Mobile in Mailand vertreten, diesmal schickten sie uns gleichzeitig auf eine Reise zu uns selbst und in den Himmel: Mit der für die Messe inszenierten Installation unter dem Motto „Lighting the Way to Warmth and Harmony with People and the Environment“ („Den Weg zu Wärme und Harmonie mit den Menschen und der Umwelt beleuchtend“) sollen wir uns einerseits so mit Erde und Menschheit verbunden fühlen „wie einst im Mutterleib“, andererseits wird ein Lichterlebnis „wie im Himmel“ simuliert.
Die Installation ist ein Gemeinschaftsprojekt unter anderem von Makoto Tanijiri vom Suppose Design Office (Raumgestaltung), Seigen Ono (Klangistallation) sowie Izumi Okayasu (Lichtdesign). Hoch gestecktes Ziel war es, einen Raum zu erzeugen, der das Wesen von Licht erlebbar macht – ähnlich wie die „Lichträume" des amerikanischen Lichtkünstlers James Turrell. Dafür wurde ein Raum gestaltet, dessen Lichtquellen verborgen bleiben und dessen Grenzen sich auflösen. Der von Tanijiri entworfene gewölbte Raum ist so ein Raum ohne Ecken und Kanten, das Gefühl für Entfernung verschwimmt. In Kombination mit der Klanginstallation von Seigen Ono wird der menschliche Orientierungssinn stark irritiert, einziger Bezugspunkt ist eine Öffnung, die mit Licht gefüllt ist, dessen Quelle allerdings ebenfalls nicht erkennbar ist. Dies wird durch die ausgeklügelte Kombination von weißen LED s erreicht, deren Lichttemperatur sich von der der ebenfalls eingesetzten punktuellen RGB-LEDs unterscheidet. Durch verschiedene Schichten geblasener Nebel aus einer Nebelmaschine erzeugt einen Effekt, der denen von Wolken in der Atmosphäre sehr nahe kommt. Dadurch kann ein Licht erzeugt werden, das sich „anfühlt“ als wäre man in den Wolken.
Den Beatles wurde ja nachgesagt, ihr Songtitel sei nur die Abkürzung einer bewusstseinserweiternden Droge für einen Trip ins Unterbewusste, die mit den LED-Beleuchtungskörpern der Toshiba-Installation immerhin zwei von drei Buchstaben gemeinsam hat … cv