Maison&Objet 2016: Best of Tableware und Accessoires

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Text: Claudia Simone Hoff, 26.01.2016

Verrückt in Paris
Die Messe Maison & Objet in Paris bestätigt: In Sachen Luxus macht den Franzosen niemand etwas vor. Ein Rundgang in Bildern – von edelsten Dingen bis ins Glitzervergnügen. 

Paris versus Frankfurt
Was die ambiente für den Massenmarkt, ist die Maison & Objet für das Luxussegment – so könnte man das Konzept der beiden konkurrierenden Messen zusammenfassen. Geht man auf in der Welt der Küchendinge und auch der Accessoires, sollte man allerdings keine der beiden Produktschauen verpassen. Denn was zuweilen als Trend bei den kleinen, oft handwerklich ambitionierten Herstellern seinen Anfang nimmt, kommt irgendwann auch im Massenmarkt an. Und wo sich in Frankfurt die Hersteller mit der Größe ihrer Messestände übertreffen, ist in Paris alles sehr viel kleiner, jedenfalls was die Präsentationen angeht. Dafür gibt es an der Seine umso mehr zu entdecken und zu erfahren – Produkte und Branchentalk vor allem.

Aufgestöbert: schöne Dinge auf der Messe
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Messegeflüster
Das Schöne: Die Eigentümer zumindest der kleinen Labels sind meist persönlich am Messestand anzutreffen. Patrick L‘hoste beispielsweise. Er war mal Berufsmusiker (Querflöte!) und hat vor zehn Jahren zusammen mit seiner Frau Ursula L’hoste sein Hobby zum Beruf gemacht. Ihr Label Pulpo ist inzwischen ziemlich erfolgreich mit Leuchten, Kleinmöbeln und Accessoires. Sie agieren von der süddeutschen Provinz aus, mögen das handwerklich Gefertigte und holen sich das Material-Know-How bei namhaften Herstellern. Die neue Leuchte Boule von Sebastian Herkner ist beispielsweise in Kooperation mit Rosenthal (Porzellansockel) und Verreum (Glaskörper) entstanden. Bei Verreum freute sich Pavel Weiser, der sein Geld in der Finanzbranche verdient und erfreulicherweise in das tschechische Glaslabel investiert hat, über einen Standbesuch der amerikanischen Schauspielerin Hilary Swank und sinnierte über die Schönheit von mundgeblasenen Glas und das Können seiner Handwerker. Handwerklich auf höchstem Niveau präsentierte sich auch Fürstenberg mit der vierteiligen Kollektion Omnia des Wiener Designtrios Eoos und gleich gegenüber Sieger Design mit seinen eleganten Porzellanentwürfen. Das Tuschelthema hier: Wird es zum 20. Geburtstag des Porzellanservices Tric (Arzberg) einen neuen Dekor von Michael Sieger geben? Und für welchen Porzellanhersteller wird Sebastian Herkner, der übrigens auch in Paris omnipräsent war, demnächst entwerfen? Nun, das verraten wir Ihnen, wenn es soweit ist!

In unseren zwei Bildergalerien mit dabei: irisierende Beistelltische aus Glas, Wundertiere aus Porzellan, japanische Schachteln aus Holz, dreidimensionale Papiertapeten. Außerdem: Designer, Firmengründer und Designrevivals.

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