Maison&Objet 2017: Best of Tableware

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Text: Claudia Simone Hoff

Au revoir Paris
Es war ja schon mal so, dass die Luxushersteller massenweise aus Frankfurt abwanderten und aufbrachen in Richtung Paris zur Maison&Objet. Jahrelang war die Konsumgütermesse Ambiente hinter vorgehaltener Hand Lästerthema Nummer eins in der (Luxus-)Branche. Nun, die Zeiten haben sich geändert. Das gilt auch für die Tableware- und Küchenprodukte-Industrie.

Auf der Messe: Entdeckungen & Überraschungen
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So sind nicht nur Massenhersteller wie Alessi, Joseph Joseph, Rosenthal und Asa Selection längst auf beiden Messen zuhause. Seit einiger Zeit sind auch wieder mehr Luxushersteller in Frankfurt präsent. Dieses Jahr gibt es auch ein paar reuige Rückkehrer: Hering Berlin und die Porzellanmanufaktur Fürstenberg beispielsweise. Kein Wunder, dass Paris nicht mehr das Nonplusultra ist, möchte man anmerken, betrachtet man das Durcheinander in Halle 7 mit dem Fokusthema Design. Zu viele Stände, eng gestellt, ohne ersichtlichen Fokus – qualitativ und gestalterisch extrem divergierend. Kurz: ein unübersichtliches Sammelsurium an Dingen und Stilen. Üppige Standinszenierungen, die dem Auge Freude machen, wie in Frankfurt? Fehl am Platz! Das könnte eine Möglichkeit sein für Frankfurt, sich im hart umkämpften Markt neu zu positionieren, gegenüber der Maison&Objet aufzuholen. Ob die Ambiente ihre Chance nutzt? Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Auch in Paris haben wir wieder jede Menge Produkte und Designkunststücke entdeckt. In unseren drei Bildergalerien mit dabei: Milchtüten aus Glas, Dinnersets zum Abheben, Vasen wie Trompeten, putzige Eierbecher, der Kaktus als Kultobjekt. Außerdem: ein silbernes Barset für 70.000 Euro, ein Wasserturm von Daniel Libeskind, Sebastian Herkners Tour de Force und ein Hase namens Manfred.

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Italianità: Neues von Alessi
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